Ehrlich zu sich selbst

 Manchmal muss mal ehrlich zu sich selbst sein, um sich vom Wunschdenken und den damit verbundenen Illusionen zu lösen. Und manchmal braucht man einen Stoß, einen Gedanken, eine Idee von Außen um den eigenen Blick auf etwas Neues zu richten und über das eigene Leben nachzudenken.

Schau in den Spiegel!

Neulich las ich irgendwo die "Zehn schmerzhaften Wahrheiten" von Vera F. Birkenbihl. Man kann von ihr halten was man will, aber eins schafft sie immer wieder: man kommt ins Nachdenken. So auch bei mir. Natürlich sind diese Aufzählungen in den seltensten Fällen irgendwie wissenschaftlich fundiert und machen sich in Reels und Storys ganz gut, aber man kann sie auch selbst nutzen. Das versuche ich jetzt.

1. Wir sind oft unser eigener schlimmster Kritiker.

Perfektion ist schon ein Anspruch, an dem ich scheitere, bevor ich überhaupt beginne, sodass ich manche Dinge nicht in Angriff nehme und verharre. Die Einsicht, dass ich doch manchmal nicht perfekt sein kann, hilft mir doch meine Ziel zu erreichen. Oder mich jedenfalls auf den Weg zu machen.

2. Zeit verfliegt - egal, ob wir sie gut nutzen oder nicht.

Urlaub! Die schönste Zeit des Jahres. Die Zeit verfliegt wie im Fluge. Eine Stunde im Urlaub ist auch eine Stunde daheim. Mein Leben ist voller sinnvoller und sinnloser Stunden. Und das ist auch gut so.

3. Menschen, die uns am Herzen liegen, werden uns nicht immer die gleiche Wertschätzung entgegenbringen.

Das ist enttäuschend. Warum merken Sie es nicht? Schaue ich mich selbst an, dann erkenne ich auch, dass ich unterschiedlich empfinde. Das muss ich doch den Gegenüber auch zugestehen.

4. Veränderung ist unvermeidlich - und nicht immer angenehm.

Das Leben IST Veränderung. Alles andere ich langweilig. 

5. Die Wahrheit ist manchmal härter als eine Lüge - aber langfristig besser für uns.

Ja. Auf lange Sicht ist es besser. Viel besser. Manchmal muss man durch ein Tal, um auf dem Gipfel zu stehen. 

6. Liebe kann manchmal enden, selbst wenn man sich umeinander sorgt.

Zu einer Beziehung gehört mehr als "nur" Liebe. Aber es ist ein großer Teil davon.

7. Nicht jeder, den wir verlieren, ist ein Verlust.

So ist es. Ein krampfhaftes Festhalten an belastenden Beziehungen verstellt den Blick auf etwas Neues, Spannendes, Interessantes und vielleicht Gesunderes. 

8. Es gibt Dinge, die wir niemals vollständig kontrollieren können - wie die Gefühle anderer.

Fühl wie ich! Funktioniert nicht. Das kann man nicht kontrollieren. Deshalb sind wir Menschen und keine Maschinen.

9. Das Leben ist oft ungerecht - die Besten gewinnen nicht immer.

Aber wir können selbst einen neuen Anlauf nehmen und das Leben gerecht zu gestalten. Oder beim nächsten Mal ungerechterweise doch gewinnen.

10. Wir alle haben Vorurteile, die schwer abzubauen sind.

Auch ich. Und es dauert lange, bis ich sie abgebaut habe. Oder zumindest versucht habe sie abzubauen.


Meine Gedanken dazu. Wer sich was vormacht, der werfe den ersten Stein! 

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